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Srpska čitaonica u Senti 1868 - 1957
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Srpska čitaonica u senti 1868 - 1957

Wie die gebildeten Serben im Jahre 1826 in Pest Serbisches Kulturzentrum (Matica srpska) und 1821 die "Serbisch Chronik" (Srpski letopis), die heutige Chronik des serbischen Kulturzentrums, die älteste Chronik in Europa, mit der Absicht gegründet haben, ihre Nationaliät, ihre Sprache und Kultur zu bewahren, so haben die gebildeten Leute in Senta, nach gleichem Ziel strebend, nur in kleinerer Form, das gleiche getan, als sie am 25. Februar 1868 die Serbische Lesestube (Srpska čitaonica) mit 100 Mitgliedern gründeten und die "Verfassung" brachten.

Die Serbische Lesestube wurde nicht nur "zwecks Lesens von Zeitungen und der Diskussion unter den Mitgliedern" gegründet, sondern sie hatte gemeinsam mit der serbischen orthodoxen Kirche den ständigen Kampf mit bürgerlichen Behörden im ungarischen Teil der Habsburger Monarchie und in Österreich-Ungarn auszuhalten, indem sie dem Schutz vor Assimilation und der nationalen Verfremdung der Serben diente. Die wichtigste unter den öffentlichen Manifestationen der Lesestube war der Ballabend zum Heiligen Sava, wo "Beiträge zu Nutzen der armen Schulkinder" gesammelt wurden. Daneben gab es auch Kirchen und Schulfeste, ab und zu hielt man auch Festreden.

Der Vorsitzende der Lesestube war edler Simeon Karakasevic. 1871, am 25. Juni, stellt die Serbische Lesestube die Grundvorschriften dem Ungarischen königlichen Ministerium zu, und die gleichen werden am 14. Februar 1874. bewilligt.

An der Hauptversammlung der serbischen orthodoxen Kirche, am 17. April 1883, wird der Beschluss über den Bau der kirchen-gemeindlichen Halle gefasst. Die Gemeindehalle wurde aufgebaut und am 25. März 1884 der Serbischen Lesestube übergeben.

1887, am 26. Oktober, wurde in der Serbischen Lesestube grosse Veranstaltung abgehalten, die dem Jubiläum des 100-sten Geburtsjahres von Vuk Stefanovic Karadzic gewidmet war.

Am 26. September 1906 wurde im Saal des Volksausschusses die Gedenktafel dem verstorbenen Stevan Sremac zur Ehre aufgestellt, dem Bürger von Senta, dem Schriftsteller und Akademiker. Die Gedenktafel hat Stojan Ribarac bestellt und bezahlt, ausgearbeitet hat sie Nikola Lukacek und bevor sie nach Senta gesandt wurde, war sie zwei Tage lang in Belgrad in der Buchhandlung von Antonije Djordjevic ausgestellt.

Mit dem Beschluss des Bildungsministeriums des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen vom 18. Dezember 1923 wird die Serbische Lesestube zur "Volksbücherei und Lesestube". Aber dieser Beschluss fand Anwendung erst ab 1930.

Von 1914 bis 1922 hört die Serbische Lesestube mit der Arbeit auf, wegen der Situation, die im Laufe und unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg entstand. Es besteht aber auch eine Angabe darüber, dass die Serbische Lesestube bereits am 1. Oktober 1920 neue Grundvorschriften gebracht und damit die Bewilligung der Behörden für weitere ungestörte Arbeit erworben hat. Die Bewilligung wurde auf Grund der Mitteilung der Bac-Bodrogischen Gespannschaft seitens des Ministeriums für Innenangelegenheiten für Backa-Banat-Baranja zugeteilt.

1923, am 17. Januar, bringt die Serbische Lesestube aus Senta neue Vorschriften und am 21. August 1926 zeichnet man sie mit einem Diplom aus, womit sie zum Mitbegründer des "Serbischen Kulturzentrums" (Matica srpska).

Im Jahre 1939 hat die Serbische Lesestube in ihrer Bibliothek 977 Bücher, um 1940 eine Rekordzahl von 984 Büchern erreicht zu haben. In den Jahren des 2. Weltkriegs gab es keine Aktivitäten in der Serbischen Lesestube, deren Arbeit am 1. März 1943 auch offiziell aufhört, verboten von der ungarischen Besatzungsmacht. Die Arbeitseinstellung dauert bis zum 1. August 1945, als die Serbische Lesestube mit ihrer Tätigkeit wieder anfmg.

Aus dem Kassenbericht erfahren wir, dass es in dem Jahr sechs Mitglieder gab, die Mitgliedsgebühr von 50 Dinarn zahlten und 101 Mitglieder mit der Mitgliedsgebühr von 30 Dinarn.

Die serbische Lesestube zählte im Jahre 1947 110 Mitglieder die 60 Dinar Mitgliedsgebühr zahlten, ein Mitglied, der 40 Dinar,10 Mitglieder, die 30 Dinar, 2 Mitglieder, die 10 Dinar und 22 Mitglieder, die 5 Dinar Mitgliedsgebühr zahlten.

Die Stadtbibliothek in Senta wurde 1947 gegründet, etwas später, wahrscheinlich im Laufe des Jahres 1949, wurde der Bücherfond der Serbischen Lesestube in diese Bibliothek übertragen.

Aus den Kassenbericht für das Jahr 1949 erfahren wir, zwar in Form einer Bemerkung: "Das Tagebuch der Lesestube ist bei Jovan Sekulic und die Geldsumme von 11292,5 Dinarn wurden den 9. März 1950 übergegeben".

Ins Namenregister wurde folgende-letzte Angabe von der Arbeit der Serbischen Lesestube für das Jahr 1957 eingetragen: "Mitglieder der serbischen orthodoxen Lesestube in Senta - den l . Oktober 1957- Branovacki Isa, der die Mitgliedsgebühr von 1000 Dinarn bezahlt hat."

An der Sitzung des Verwaltungsrates der serbischen orthodoxen Kirchengemeinde in Senta im Jahre 1987 wurde der Beschluss über die Niederreissung des Gebäudes der Serbischen Lesestube gebracht, wegen schlechten baulichen Zustandes.

Langsam und still hörte die Serbische Lesestube Volksbücherei und Lesestube in Senta - mit der Arbeit auf, eine Institution, die am Aufbewahren der Sprache und der Schrift, der Kultur und der Nationalidentität der Serben in Senta aktiv beteiligt war, indem sie Toleranz und Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Leuten guten Willens pflegte, ohne Rücksicht auf die nationale Zugehörigkeit.

Der Vergangenheit haben wir die Serbische Lesestube zu verdanken, die sicherlich Schlüsselrolle im Kulturleben der Serben aus Senta der Zeit spielte.

Angeregt und inspiriert von der hellen Vergangenheit sollen wir uns Mühe geben, materielle Mittel zu sammeln, indem wir ein Fond für den Bau des Gebäudes der Serbischen Lesestube schaffen.

Einst, wenn die Zukunft Gegenwart wird, und wir, übliche Sterbliche Teil der Vergangenheit sein werden, werden wir in Frieden ruhen, weil wir etwas Ervähnens und Merkenswertes getan haben.